Die Auswertung der freien Trainings

Eingetragen bei: Auswertung, LMGTE-Am, LMGTE-Pro, WEC | 0

11942395_10154101836946124_1979355199_o
Die drei freien Trainings der WEC sind vorbei und wir wollen eine Prognose auf das rechtliche Rennwochenende wagen. Während der Tag gestern regnerisch startete und Audi seinen Vorteil daraus ziehen konnte, so drehte sich der Spieß heute bei trockenen Bedingungen um und Porsche hatte die Nase vorn.

LMP1

Trotz Sommerpause und neuer Upgrades macht die LMP1 den Eindruck, als hätte man die Kräfteverhältnisse beibehalte. In den beiden gestrigen Trainingssession wurden die Teams die ganze Zeit von Regen und Nässe begleitet. Für die beiden Kontrahenten Audi und Porsche machte es jedoch keine Unterschied und wie in den Läufen zu vor positionierten sich die vier Fahrzeuge mit fast identischen Zeiten auf den ersten Rängen. Während beide Teams in am Freitag mit allen Fahrzeugen innerhalb von 1.39 (FP1) bzw. 1.37 (FP2) lagen, so änderte sich dieses Bild bei trockenen Bedingungen ein wenig. Porsche schaffte es die ersten zwei Plätze mit 1.36er Zeiten zu sichern, während die beiden Audi eine ganze Sekunde langsamer waren und mit Position drei und vier vorlieb nehmen mussten.

Während die beiden deutschen Autobauer froher Dinge sind, kämpft Toyota immer noch um den Anschluss. In allen drei Trainings waren die beiden Toyota immer zwei Sekunden langsamer als die Gegner. Erschrecken sind jedoch die Zeiten der LMP1-Privatfahrzeuge im Vergleich mit dem Toyota-Hybriden. Während Rebellion und ByKolles im ersten Training mit Problemen kämpfen mussten, so schafften sie es in FP2 und FP3 konstant vier Sekunden hinter den beiden Toyota zu bleiben. Im Vergleich zum letzten Rennen hat vorallem ByKolles einen großen Sprung gemacht und ist Rebellion erstmals auf den Fersen. Schauen wir jetzt auf das kommende Qualifying und das Rennen so deutete sich bereits eine Richtung an. Bleiben die Bedingungen weiterhin trocken, so stehen die Zeichen für eine Porsche-Pole beim ersten deutschen WEC-Qualifying sehr gut. Kommt es im morgigen Rennen aber dann zum angekündigten Regen, so dürfen wir uns auf ein langanhaltendes Kopf-an-Kopf Duell zwischen Audi und Porsche freuen. Nicht viel anders wird es sich in der Privatwertung entwickeln. Während Rebellion vom vordersten Platz starten wird, so stehen die Chancen gut das ByKolles im Rennen erstmals zum Angriff ausholen könnte.

LMP2

Für Überraschung sorgte auch die LMP2-Klasse. Während unter Regenbedingungen G-Drive in FP1 und FP2 den Ton angab, so musste man sich heute Morgen gegen den Ersatzwagen von Strakka Racing geschlagen geben. Erstaunlich schwer tat sich im ersten Training das KCMG-Team. Ganze sieben Sekunden lag der Oreca bei nasser Strecke hinter der Spitze und schien nahezu Chancenlos gegen die Russen. Kaum war die Strecke heute morgen aber trocken, positionierte sich die Mannschaft aus Hongkong hinter dem Strakka auf Position zwei.

Bei der Prognose für das Qualifying dürfte sich Strakka Racing mit seinem Ersatzwagen die besten Chancen ausrechnen. Ob die Briten jedoch auch morgen im Rennen die Nase vorne haben werden, wird das Wetter entscheiden. Nach der starken Regenperformance von G-Drive gestern, wäre es nicht verwunderlich, wenn die Mannschaft aus Russland sich morgen durchsetzten könnte.

11940037_10154101833321124_1868179450_o
LMGTE

Nach den vergangenen drei freien Trainings, ist das GT-Pro Feld fest in Ferrari-Hand. Klar strukturiert setzten sich die #51 und die #71 vor die beiden Werkporsche gefolgt von den drei Aston Martin. Doch bereits im zweiten Training purzelten die Zeiten und Aston Martin machte einen großen Sprung nach vorne. Mit wenigen Zehntelsekunden schaffte es die #99 von Fernando Rees, sich vor die #51 von Bruni und Vilander zu setzten. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei trockener Strecke im FP3. Die Zeiten wurden immer enger und Porsche konnte sich ebenfalls wieder weiter nach vorne kämpfen. Nach den drei freien Trainings zeigt sich ein stark durchwachsenes Feld. Auch wenn Ferrari fast immer ganz vorne landete, so lassen sich Prognosen für Qualifying und Rennen derzeit nur schwer treffen.

Eine ähnliche Situation finden wir auch in der GT-Am. Das Feld veränderte sich mit jedem Training und der AF Corse Ferrari, der SMP Ferrari, die Larbre Corvette, die beiden Proton-Porsche und der Aston Martin #98 lieferten sich enge Duelle. Nach der Sommerpause macht die AM-Klasse den Eindruck, als wäre sie noch enger zusammengerückt. Spannend wird die Frage, ob es im Qualifying und im Rennen einen klaren Sieger geben wird. Derzeit macht es den Eindruck, als würden wir uns auf spannende Kopf-an-Kopf Duelle einstellen können.

Bildquelle: WEC-Magazin