Der TS040 ist nicht schnell genug

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ToyotaGazooRacing
Das Toyota GAZOO Racing Team reißte mit höchsten Erwartungen zum Rennklassiker nach Le Mans. Für das dreißigjährigen Jubiläum erhoffte man sich den ersten Sieg bei dem berühmten 24 Stunden Rennen. Doch trotz eines konstanten Laufs schafften es die Werkspiloten nur auf die Plätze sechs und acht. 

Logisch betrachtet kann man sich nicht erklären wieso der Weltmeister von 2014 in Le Mans nicht um das Podium mitkämpfen konnte. Beide Fahrzeuge liefen zuverlässig über die gesamte Renndistanz. Lediglich einen Zwischenfall, als Anthony Davidson mit einem GT-Auto in Stunde fünf kollidierte, hatte das Team zu verarbeiten. Unglücklicherweise beeinflusste der Unfall das Fahrverhalten des Prototypen, worauf es zu einem weiteren Crash kam. Die Mannschaft reagierte blitzschnell und wechselte innerhalb von 13 Minuten die Front- und Heckpartie sowie die Radaufhängung hinten links.

Jedoch hätte Toyota auch ohne diesen Zwischenfall kein besseres Ergebnis einfahren können. Der Toyota TS040 schaffte es nicht an das Führungsfeld anzuknüpfen und dieses zu attackieren. Zudem war der Kurs rund zwanzig Stunden lang trocken, was keine strategische Manöver zuließ. Somit fokussierte sich Toyota darauf, zuverlässig Runden abzuspulen und reibungslose Boxenstopps durchzuführen. Trotz der extremen Belastung während des 24-Stunden-Rennens, leisteten sich die Boxenmitglieder keine großen Schnitzer.

Der leichte Nieselregen in Rennstunde 21, war zu sporadisch um nennenswerten Einfluss auf das Rennen genommen zu haben. Gegen Rennende schaffte es der Wagen mit der Startnummer #2, nach einem Problem des Audi #9, den sechsten Platz zu erobern. Trotz des mäßigen Ergebnisses hatte man bei Toyota ein kleines Lächeln auf den Lippen. Als Alexander Wurz und Sebastien Buemi über die Ziellinie fuhren, stellten sie einen neuen Toyota-internen Distanzrekord an der Sarthe auf.

In einem Interview mit Toyota, sagte Weltmeister Buemi nach dem Rennen: „Ich bin natürlich von diesem Resultat und dem Rennen insgesamt enttäuscht. Wir hatten zuverlässige Autos, keine technischen Probleme und das Team leistete großartige Arbeit bei den Boxenstopps, auch als das Auto nach dem Unfall repariert werden musste. Letztlich sind wir auf den Plätzen gelandet, die wir angesichts unseres Tempos verdienen. Glückwünsche an Porsche, sie verdienen diesen Sieg.”

Der zweite Zielfahrer, Alexander Wurz erklärte: „Unser Rennen verlief völlig problemfrei, wir hielten nur an, wenn wir tanken oder Reifen wechseln mussten. Allerdings lagen wir schon bald mehrere Runden zurück und das heißt, dass wir unsere Hausaufgaben machen müssen. In welche Richtung verbessert werden muss, ist auch klar und uns steht nun ein ganzes Jahr hierfür zur Verfügung. Insgesamt bin ich schon enttäuscht, aber das Rennen unseres #2 Autos war okay, wir hatten alles unter Kontrolle sobald wir sahen, auf welche Position wir bestenfalls fahren können.”

Via: Toyota-Hybrid-Racing
Bild: WEC-Magazin (Walter Schruff)