Das perfekte Rennen von KCMG

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Das vergangene Wochenende war für das KCMG-Team der Höhepunkt ihrer bisherigen WEC-Karriere. Nach dem man am Donnerstag bereits die Pole-Position der LMP2-Klasse holen konnte, legte die Mannschaft am Sonntag noch eins drauf und gewann die 24 Stunden von Le Mans nach einem perfekten Rennen.

Das KCMG-Team darf man spätestens nach diesem Wochenende zu den erfolgreichsten LMP2-Team der letzten Jahre zählen.  2013 wagte die junge Mannschaft erstmals einen Gaststart bei den 6 Stunden von Fuji um ein möglichen WEC-Engagement zu prüfen. Nach dem man mit den Ergebnissen zufrieden war, stieg man zum Beginn der Saison 2014 erstmals mit einem Prototypen in eine Langstrecken-Meisterschaft ein.

Während andere Teams erst nach einem Jahr in der Lage sind um die Spitze zu kämpfen, schaffte es KCMG bereits beim zweiten Lauf in Spa-Francorchamps den dritten Podestplatz einzufahren. Bei der Le Mans Teilnahme folgte dann die große Enttäuschung, der Oreca 03R schied 87 Runden aus. Doch angespornt durch diesen Rückschlag arbeitete die Mannschaft den gesamten Sommer und stand schließlich bei den 6 Stunden vom Circuit of the Americas zum ersten mal ganz oben auf dem Podium. Nach dem man in Bahrain und Brasilien ebenfalls einen ersten Platz einfahren konnte, hatte man der Konkurrenz gezeigt, wie ein LMP2-Einstieg aussehen muss.
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Im zweiten WEC Jahr wechselte KCMG als einziges Team zum nagelneuen Oreca 05 Coupé. Beim neuen Wagen benötigte man länger als im vergangenen Jahr, um ihn richtig zu verstehen. Nach zwei verpassten Podien in Silverstone und Spa meldete man sich nun in Le Mans mit einer Pole-Position zurück. Endlich war man an einem Punkt angelangt, wo man das LMP2-Fahrzeug perfekt abstimmen kann. Als man sich mit der Zeit von 3:38.032 sogar noch vor den eigentlich schnelleren Nissan LMP1-Wagen positionieren konnte, wurde schnell das volle Potential des neuen Oreca klar.

Im Rennen konnte man gleich in der ersten Runde die Führung behaupten und setzte sich von der Konkurrenz ab. In den folgenden 24 Stunden schafften es G-Drive und Thiriet by TDS zwar immer wieder an das Trio Matthew Howson, Richard Bradley und Nicolas Lapierre heran, verloren jedoch die Zwei bzw. Dreikämpfe um die Spitze. Die Boxenstopps und Fahrerwechsel funktionierten problemlos und auch im Rennen waren keinerlei nennenswerte Reparaturen am Oreca 05 nötig. Der einzige Zwischenfall beim KCMG waren blockierenden Rädern am Eingang zur Indianapolis-Kurve in der Nacht. Glücklicherweise landete der Wagen neben dem Kiesbett und die Streckenposten konnten den Wagen zurück auf die Strecke schieben.

Am Sonntag Nachmittag war es dann endlich vollbracht. Die KC Motorgroup gewann zum ersten mal in ihrer Geschichte die 24 Stunden von Le Mans. Nach dem Ausfall im vergangenen Jahr, hatte man aus den Fehlern gelernt und holte in einem perfekten Rennen den Le Mans LMP2-Titel. In so kurzer Zeit hat die Mannschaft auf Hongkong einen unglaublichen Karriereweg hingelegt. Nach diesem Sieg führt die #47 nun die LMP2-Tabelle an und man ist auf dem besten Weg auch den Meistertitel der WEC zu gewinnen.

Bilder: WEC-Magazin (James Clarke)