Das LMP2-Feld im Detail

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Signatech-Alpine_2014
Von den gemeldeten sieben Fahrzeugen, waren im vergangenen Jahr nur vier Prototypen konstant dabei. Es war ein herber Rückschlag für die Organisatoren und stellte die Kundenklasse in kein gutes Licht. Doch mit dem neuen Jahr wird alles besser. Ein Blick auf die LMP2-Starterliste für die Saison 2015 macht Hoffnungen auf eine tolle Saison.

Zehn Fahrzeuge, sieben Mannschaften, sechs unterschiedliche Chassis und drei verschiedene Motorenhersteller. Das sind die Zahlen für die LMP2-Kategorie in diesem Jahr. Nachdem mageren Feld im letzten Jahr, schafft es die WEC die Kundenkategorie wieder attraktiver für Neueinsteiger zu machen. Den Anfang macht, wie bereits mehrfach berichtet, das Team Tequila Patrón ESM mit Sitz in den USA. Zum Einsatz unter den Startnummern #30 und #31 kommen zwei Modelle des ARX-04b von der Honda-Tochter HDP.

Ebenfalls neu in diesem Jahr ist die Mannschaft von SARD-Morand Racing. Nach dem Benoit Morand im vergangenen Jahr mit seinem Team „New Blood by Morand“ in der ELMS an den Start ging, wagte er nun zusammen mit der Toyota-Tochter SARD-Racing unter dem Namen SARD-Morand Racing den aufstieg in die Weltmeisterschaft. Auch dieses neue Team bringt zwei Fahrzeuge zum Einsatz, greift jedoch auf die offenen Morgan des Typs LM P2 Evo zurück. Das japanisch-schweizer Team geht mit den Startnummern #39 und #43 in die WEC-Rennen.

Mit Signatech-Alpine betritt erstmals der französische Autobauer Renault die Weltmeisterschaft. Nach dem man das Tochterunternehmen Alpine im vergangenen Jahr mit dem Alpine A450 in der ELMS antreten ließ, wagt man nun den nächsten Schritt. In der LMP2-Klasse bringt das Team den Alpine A450b, eine modifizierte Variante des Vorjahres-Modells auf Oreca-Basis, zum Einsatz. Als Antriebseinheit wählte man einen Kundenmotor von Nissan, da die Renault-F1 Aggregate bisher noch nicht für einen Einsatz in der WEC optimiert wurden. In Silverstone wird der Wagen mit der Startnummer 36 an den Start gehen. Spannend bleibt die Frage ob die Franzosen im kommenden Jahr ebenfalls mit einem eigenen Motor in der LMP2-Klasse vertreten sein werden.

Neben den Neueinsteigern dürfen wir uns in diesem Jahr auch über zwei Rückkehrer freuen. Beim britischen Team Strakka Racing wollte man erstmals mit einem eigenen Fahrzeug in die Saison 2014 starten, musste den Saisonstart aber jedes mal verschieben und schaffte es nicht mehr wie geplant anzutreten. Nach einem Jahr zwangspause ist der Strakka Dome S103 nun voll Einsatzbereit und wird im April mit der Nummer 42 antreten. Neben den Brieten gibt auch OAK Racing sich nach der einjährigen Abstinenz wieder die Ehre in der WEC. Der Grund war hier ebenfalls die Entwicklung des eigenen Fahrzeugs. Der Ligier JS P2 wurde nicht wie geplant fertig und man beschloss kurzerhand die Saison 2014 auszusetzen, um sich auf das Folgejahr vorzubereiten. Nun ist die Mannschaft aus Frankreich wieder mit einem Fahrzeug zurück und wird mit der Nummer 35 um den LMP2-Titel kämpfen.

Den Abschluss in der LMP2-Klasse bilden die beiden Teams G-Drive und KCMG. Nach dem knappen scheitern im Kampf um den LMP2-Titel vergangenen November, rüstet die Mannschaft aus Russland nun auf und bringt erstmals zwei Ligier JS P2 im neuen Design an den Start. Als Startnummern hat man für diese Saison die #26 und #28 gewählt. KCMG hingegen will es nach der guten Saison nicht überstürzen und setzt weiterhin auf ein Fahrzeug. Die Mannschaft aus Hongkong hat jedoch neues Geld investiert und tritt künftig mit einem Oreca 05 Chassis an um von der verbesserten Aerodynamik zu profitieren. Die Startnummer bleibt unverändert die #47.

Bei all der Aufregung um den Zuwachs in der LMP2 gibt es jedoch auch Verluste zu verzeichnen. SMP Racing, der Meister des Vorjahres, hat sich entschlossen, mit dem BR01 sein erstes eigenes Fahrzeug zu bauen. Die Arbeiten konnten wie geplant beendet werden, jedoch blieb nicht genügend Zeit um auch die letzten Fehler ausfindig zu machen. Als Resultat dessen wird das Team aus Russland für diese Saison in der ELMS antreten und den BR01 auf Herz und Nieren erproben. Im kommenden Jahr will man dann erneut um den Meistertitel in der WEC mitfahren.

Bildquelle: Walter Schruff